Erbrecht

Beispiele:


Beispiel: Verheiratet, kinderlos

Liegt kein gültiges Testament vor, erbt zuerst der Ehegatte. Darüber hinaus zählen jedoch auch die Eltern bzw. Geschwister sowie deren Kinder zu den gesetzlichen Erben. Sie bilden zusammen mit dem Ehegatten eine Erbengemeinschaft.

Das finanzielle Vermögen wird entsprechend der Erbanteile vererbt, während alle Güter, die den Haushalt betreffen (z.B. auch das Auto) dem Ehegatten überlassen werden.

Vermögenswerte in Form von Immobilien werden auf die Erben verteilt. Wenn der Ehemann die Immobilien nutzt, haben die Miterben einen Anspruch auf Mietzahlung. Sie müssen außerdem einen Umbau, einer Renovierung und Untervermietung zustimmen. Darüber hinaus können die Miterben verfügen, ob das Haus im Besitz des Ehegatten bleiben oder verkauft werden soll.

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Beispiel: Verheiratet mit Kind(ern)

Liegt kein gültiges Testament vor, so erben der Ehepartner und die Kinder. Sie können als Erbengemeinschaft nur gemeinsam über den Nachlass entscheiden. Da die Interessen hier oft auseinander gehen, können schnell Probleme entstehen.

Streit um die Finanzen.

Die Kinder fordern vom Ehegatten die sofortige Auszahlung des Erbteils. Der Ehegatte hat dafür nur drei Monate Zeit. Streit gibt es dann um die Bemessung des Verkehrswertes des Hauses/der Wohnung. Lösung: einen Makler den Wert bestimmen lassen. Hat der Ehegatte nicht genügend Bargeld, wird die Immobilie versteigert.

Zwang zur Einigkeit.

Auch wenn die Kinder keinen Anteil einfordern gibt es oft Probleme. Für alle Veränderungen, die der Ehegatte an der Immobilie vornehmen will (Vermietung, Renovierung etc.) muss er das Einverständnis der Kinder einholen. Folge: langwierige Verhandlungen darüber, wer was bezahlt.

Konfliktfall.

Unternehmererben Fordert eines der Kinder sein Erbteil am Unternehmen, so kann die Existenz desselben gefährdet sein. Andersherum könnten die Kinder bei allen wichtigen Entscheidungen mitsprechen wollen.

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Beispiel: Ledig mit Kind(ern)

In diesem Fall erben die Kinder vor allen Verwandten den gesamten Nachlass.
Wenn das Kind noch nicht volljährig ist, bestimmt das Familiengericht einen Vormund unter den Verwandten. Oft wird hierbei der andere Elternteil auserwählt. Dies kann problematisch werden, denn vielen ledigen Eltern ist es nicht recht, wenn der Vormund die Verfügungsgewallt über das gesamte Verm ögen hat.

Der Vormund kann jedoch vorher selbst bestimmt werden. Hierfür eignet sich eine kurze schriftliche Verfügung, die mit Datum und Unterschrift geleistet werden sollte (oder per Testament). Das Gericht kann in diesem Fall nur anders entscheiden, wenn schwerwiegende Gründe gegen die Verfügung sprechen.

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Beispiel: Single oder in Lebensgemeinschaft

In diesem Fall sind lediglich die Eltern und deren Nachkommen erbberechtigt. Sollten Verfügungen vorliegen, in denen sie übergangen werden, k önnen sie ihre Pflichtteile geltend machen.

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Beispiel: Geschieden

Geschiedene Personen haben auf den Nachlass des verstorbenen Ehepartners keinen Anspruch.

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Ronald Mikula Bestattungsinstitut St. Anschar von 1866 GmbH
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