KURZER RATGEBER FÜR KONDOLENZSCHREIBEN

Einen Kondolenzbrief zu formulieren ist eine äußerst sensible Aufgabe. Insbesondere zeigt ein Beileidsbrief, dass der/die Verstorbene nicht vergessen ist.
Schreiben Sie ohne Pathos in einfachen und ehrlichen Worten, was Sie denken und fühlen. Wenn Sie dem Verstorbenen nicht ganz besonders nahe standen, reichen einige persönliche Sätze auf weißem Briefpapier oder einer schlichten Karte aus. Schreiben Sie auf jeden Fall mit der Hand.
Versuchen Sie, Floskeln zu vermeiden und verzichten Sie auf religiöse Formulierungen, es sei denn, Sie wissen ganz genau, dass der Verstorbene und die Hinterbliebenen, an die Ihr Brief gerichtet ist, gläubig sind. Verwenden Sie nur Zitate, mit denen Sie sich identifizieren können.

Die Bestandteile eines Beileidschreibens

1.Persönliche Anrede
Die Formulierung der direkten Ansprache ist abhängig von Ihrer Beziehung zum Verstorbenen und seinen Angehörigen
2.Anfangsformulierungen
Beginnen Sie direkt mit Ihrer Kondolenz
3.Würdigung des Verstorbenen, persönliche Erinnerung
Was haben Sie besonders geschätzt, was wird Ihnen fehlen, woran erinnern Sie sich gerne?
4.Mitgefühl, Hilfe und Abschlussgrüße
Beenden Sie Ihr Kondolenzschreiben mit einem kurzen Satz des Mitgefühls und evtl. einem Hilfsangebot.

Dichterworte, die sich für Kondolenzkarten eignen

  • Was morgen ist, auch wenn es Sorge ist, ich sage: Ja! / So wie die Blume still im Regen abends spricht, / weil sie im neuen Licht, auch wieder blühen will: / Was morgen ist, auch wenn es Sorge ist, ich sage ; Ja! (Wolfgang Borchert)
  • Es gibt erfülltes Leben, trotz vieler unerfüllter Wünsche. (Dietrich Bonhoeffer)
  • Fröhlichkeit ist nicht die Flucht vor der Traurigkeit, sondern der Sieg über sie. (Gorch Fock)
  • Glücklich, wem die Tage fließen / wechselnd zwischen Freud und Leid, / zwischen Schaffen und Genießen, / zwischen Welt und Einsamkeit. (Emanuel Geibel)
  • Es ist ein Gesetz im Leben; wenn sich eine Tür vor uns schließt, öffnet sich dafür eine andere. Die Tragik ist jedoch die, dass man nach der geschlossenen Türe blickt und die geöffnete nicht beachtet. (Andrè Gide)
  • Wenn wir immer ein offenes Herz hätten, das Gute zu genießen, das uns Gott für jeden Tag bereitet, wir würden alsdann auch Kraft genug haben, das Übel zu tragen, wenn es kommt. (Johann Wolfgang von Goethe)
  • Jeden Augenblick des Lebens, aus welcher Hand des Schicksals er auch falle, zum bestmöglichen zu machen, darin besteht die Kunst des Lebens und das eigentliche Vorrecht eines vernünftigen Wesens. (G. C. Lichtenberg)
  • Nur der Geist, der unverrückbar an ein fernes Ziel glaubt, vermag die Lebenskraft sich zu erhalten, die ihn über den Alltag hinweg führt. (Gustav Stresemann)
  • Der Kranke vermag mehr zu ahnen, zu spüren als andere Menschen; er weiß, wie krank die Welt ist und dass ihr nur die Liebe Gottes helfen kann. (Reinhold Schneider)
  • Nicht an die Güter hänge dein Herz, / die das Leben vergänglich zieren! / Wer besitzt, der lerne verlieren, / wer im Glück ist, / der lerne den Schmerz. (Friedrich von Schiller)
  • Was einer für sich selbst ist, was ihn in die Einsamkeit begleitet, und was keiner ihm geben oder nehmen kann, ist offenbar für ihn wesentlicher als alles, was er besitzen oder auch was er in den Augen anderer sein mag. (Arthur Schopenhauer)
  • Gegen das Fehlschlagen eines Planes gibt es keinen besseren Trost, als auf der Stelle einen neuen zu machen oder bereit zu halten. (Jean Paul)
  • Du kannst dein Leben nicht verlängern, noch verbreitern, nur vertiefen. (Gorch Fock)

 

 

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